Datahub Benutzerhandbuch

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1.3 Begriffe und Abkürzungen

In der folgenden Tabelle werden einige Begriffe und Abkürzungen erläutert, die Ihnen auf der Benutzeroberfläche oder im allgemeinen Kontext der Verwendung des ZENNER Datahub begegnen können.

Term/AbbreviationExplanation
ADRAdaptive Data Rate (dt.: Adaptive Datenrate, kurz ADR) bezeichnet einen Mechanismus mit dem Geräte selbstständig ihre Datenrate und den Spreadingfaktor anpassen können wenn diese konstant gute Empfangswerte erzielen. Dieses Prinzip bietet den Vorteil, dass Geräte, die in Bereichen mit guter Netzabdeckung arbeiten effizienter senden können, birgt allerdings auch die Gefahr, dass aufgrund von zu niedrigem Spreadingfaktors bei Ausfall eines Gateways Pakete nicht mehr ankommen. Wenn bei confirmed Packages die Bestätigung ausbleibt erhöht das Gerät seinen Spreading Faktor wieder.
AESDer Advanced Encryption Standard (AES) ist ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, d. h. der Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln ist identisch. AES bietet ein sehr hohes Maß an Sicherheit; erst mehr als zehn Jahre nach seiner Standardisierung wurde der erste theoretisch interessante, praktisch aber nicht relevante Angriff gefunden.
AES-SchlüsselDer AES-Schlüssel wird in der Verschlüsselungsmethode Advanced Encryption Standard (AES) verwendet, um die Vertraulichkeit und Integrität der von einem NB-IoT-Gerät gesendeten Informationen zu gewährleisten. Bei der Übertragung von Daten in einem NB-IoT-Netzwerk wird der AES-Schlüssel zum Ver- und Entschlüsseln sensibler Daten verwendet und ist in der Regel eine zufällig generierte Bitfolge mit einer Länge von 128, 192 oder 256 Bit.
AppKeyDer AppKey ist der Schlüssel für die Verschlüsselung der Nachrichten zwischen dem Gerät und dem Server. Dieser Schlüssel muss für jeden Sensor einzigartig sein. Hexadezimaler String mit 32 Stellen.
BackhaulVersendung der LoRa Pakete von den Gateways an den LNS. Wird nicht mehr per LoRa übertragen sondern beispielsweise per Mobilfunk oder Ethernet
DatastoreDer Datastore ist der zentrale Speicherort für Messwerte und Sensordaten.
DevEUIEindeutige Kennzahl eines Gerätes. 64 Bit lang in hexadezimaler Schreibweise 16 Stellen.
DownlinkNachricht, die vom Server über die Gateways an ein Gerät gesendet wird
GatewaysEmpfangsstationen, die LoRa-Pakete empfangen und versenden können. Kommunikation mit dem LNS läuft über die Gateways statt. „Modems für die Sensoren und Geräte“
GeräteklassenLoRa-Geräte können in unterschiedliche Geräteklassen eingeteilt werden, die das Sende und Empfangsverhalten von Geräten umschreiben

Class A: Senden jederzeit, Empfangen nach Senden in festen Intervallen
Class B: Zusätzlich zu A noch weitere Zeitintervalle in denen empfangen werden kann
Class C: Kann jederzeit, außer während des Sendens, Downlinks empfangen
GWAGateway Administrator
HKSHAN-Kommunikatiionsszenario, aktuell wird HKS3 unterstützt. Die HAN-Kommunikationsszenarien 4 und 5 befinden sich aktuell in Entwicklung.
HSMDer Begriff Hardware-Sicherheitsmodul oder englisch Hardware Security Module (HSM) bezeichnet ein internes oder externes Peripheriegerät für die effiziente und sichere Ausführung kryptographischer Operationen oder Applikationen.
IDUIndoor Unit
IFTTTIFTTT (die Abkürzung von If This Then That) ist ein Dienstanbieter für die individuelle Verknüpfung von Webanwendungen.
IoTInternet of Things = Internet der Dinge
JoinsBeitritt von Geräten in das LoRa Netz. Gerät stellt Join Request → Gateway empfängt den Request und gibt diesen an den LNS weiter → LNS prüft den Request und gibt bei Übereinstimmung den Join Accept auf dem selben Weg zurück an das Gerät
JSONDie JavaScript Object Notation, kurz JSON, ist ein kompaktes Datenformat in einer einfach lesbaren Textform zum Zweck des Datenaustauschs zwischen Anwendungen.
LDAPDas Lightweight Directory Access Protocol (LDAP), deutsch etwa Leichtgewichtiges Verzeichniszugriffsprotokoll, ist ein Netzwerkprotokoll zur Abfrage und Änderung von Informationen verteilter Verzeichnisdienste.
LNSLoRaWAN-Network Server – Bestanteil der EMT-Plattform bei Nutzung LoRa-basierter Einsatzszenarien.
LoRa frequency range
LoRa arbeitet mit verschiedenen Frequenzbereichen je nach Kontinent.

z. B. EU: 868MHz USA: 915MHz Asien: 923MHz
LoRaWANLong Range Wide Area Network (LoRaWAN) ist ein Low-Power-Wireless-Netzwerkprotokoll. Die LoRaWAN-Spezifikation wird von der LoRa Alliance festgelegt, ist frei verfügbar und nutzt die proprietäre Chirp Spread Spectrum Modulationstechnik „LoRa“ der Semtech Corporation. Sie ist asymmetrisch auf Energieeffizienz der IoT-Geräte ausgerichtet und erreicht hierbei hohe Reichweiten (>10 km) für die Uplink-Kommunikation, also das Senden vom IoT-Gerät an das Netz. Die Datenübertragungsrate rangiert zwischen 292 Bit/s und 50 Kilobit/s. Verschiedene Betriebsabstufungen bis hin zu einer quasi-kontinuierlichen Downlink-Kommunikation sind möglich, wobei letzteres auf Kosten der Energieeffizienz geht.
MAC addressEindeutige Gerätenummer in hexadezimaler Schreibweise, die dem jeweiligen Gerät fest zugeordnet ist. Setzt sich zum Teil aus der Herstellerkennung und zum anderen aus der jeweiligen Gerätenummer zusammen.
MandantenDas LoRaWAN-Netz der Brunata Minol ZENNER Gruppe wird in Bereiche unterteilt, die bestimmten Kunden zugeordnet sind. Diese werden Mandanten genannt. Logins werden je Mandant angelegt und die eingeloggten User haben dann jeweils auch nur Zugriff auf diesen Mandanten.
M-BusDer M-Bus, kurz für Meter-Bus, ist eine technische Norm, durch deren Anwendung ihrer Regeln, zum Beispiel in Stromzählern, der Verbrauch von Strom als Messdaten übertragen werden kann. Auch der Verbrauch von Gas, Wärme oder Wasser kann gemessen und durch Zähler mit M-Bus übertragen werden.
MNKMehrstrahlnassläufer Kaltwasser
MQTTMessage Queue Telemetry Transport (MQTT) ist ein offenes Nachrichtenprotokoll für Machine-to-Machine-Kommunikation (M2M), das die Übertragung von Telemetriedaten in Form von Nachrichten zwischen Geräten ermöglicht, trotz hoher Verzögerungen oder beschränkter Netzwerke. Entsprechende Geräte reichen von Sensoren und Aktoren, Mobiltelefonen, Eingebetteten Systemen in Fahrzeugen oder Laptops bis zu voll entwickelten Rechnern.
OAUTHOAuth (Open Authorization) ist ein offenes Protokoll, das eine standardisierte, sichere API-Autorisierung für Desktop-, Web- und Mobile-Anwendungen erlaubt.
OMSDas Open Metering System (OMS) steht für eine hersteller- und spartenübergreifende Kommunikationsarchitektur für intelligente Zähler auf Basis des M-Bus im Rahmen des Smart Metering. Es ist weltweit die einzige Systemdefinition, die alle Medien (Elektrizität, Gas, Wärme und Wasser inkl. Submetering) in ein System integriert.
On-PremisesOn-Premises oder On-Prem (in den eigenen Räumlichkeiten, vor Ort oder lokal) bezeichnet ein Nutzungs- und Lizenzmodell für serverbasierte Computerprogramme (Software).
OTAAOver-the-air activation

Ein Verfahren, bei dem vor Aktivierung eines Gerätes der Applikationsschlüssel (AppKey) im LNS hinterlegt wird. Hierdurch kann der LNS die notwendigen Schlüssel generieren und mit dem Gerät austauschen. Der AppKey wird hierbei nie per LoRa übertragen. Beim Join Request übertrag das Gerät seine Informationen an das Netz und „bittet“ das Netz um Einlass. Der LNS prüft dann ob die hinterlegten Informationen übereinstimmen und schickt im positiven Fall einen Join Accept an das Gerät.

Parser„Übersetzer“, der die Payload aus den Paketen in für Menschen lesbare Werte übersetzt und entsprechend anzeigt
PayloadDateninhalt des LoRa Pakets in hexadezimaler Schreibweise
Provisionieren / DeprovisionierenProvisionieren bzw. Deprovisionieren von Sensoren bezeichnet, dass diese einem bestimmten Mandanten zugeordnet oder aus diesem entfernt werden
RLMDie Registrierende Leistungsmessung (RLM), auch registrierende Lastgangsmessung, beschreibt einen Messvorgang durch Energieversorger bei Kunden mit einem Jahresverbrauch von mehr als 100 MWh elektrischer Energie bzw. mehr als 1,5 GWh Gas. Dabei erfasst die Messeinrichtung pro Messperiode (15 Minuten bei Strom, 60 Minuten bei Gas) einen Leistungsmittelwert.
RSRPReferenced Signal Received Power

Der RSRP Wert ist ein Faktor für die Signalstärke. Je näher der Wert an 0 ist desto besser. Der typische Wertebereich liegt hier zwischen -50 und -140. -50 stellt hier einen guten Wert dar. Der Normalbereich liegt bei -70 bis -95. Ab -100 wird der Empfang deutlich beeinträchtigt.
RSRQReferenced Signal Received Quality

Der RSRQ Wert ist ein Faktor für die Qualität des Signals. Diese Qualität lässt sich aus den anderen Faktoren (RSSI und RSRP) errechnen. Gute Werte liegen zwischen -5 und -8. -9 bis -11 sind immer noch gut empfangbar. Ab -12 und darunter kann der Empfang mitunter stark beeinträchtigt werden.
RSSIReceived Signal Strength Indicator – Faktor für die Empfangsqualität

Gute Werte (0 bis -100) – schlechte Werte (-110 bis -140)
RTKRingkolbentrockenläufer
SaaSSoftware as a Service (SaaS) ist ein Teilbereich des Cloud Computings. Das SaaS-Modell basiert auf dem Grundsatz, dass die Software und die IT-Infrastruktur bei einem externen IT-Dienstleister betrieben und vom Kunden als Dienstleistung genutzt werden.
Sharding/FragmenierungMan unterscheidet horizontale und vertikale Fragmentierung. Bei der horizontalen Fragmentierung (englisch sharding) wird die Gesamtheit aller Datensätze einer Relation auf mehrere Tabellen aufgeteilt. Wenn diese Tabellen auf demselben Server liegen, handelt es sich meistens um Partitionierung. Horizontale Fragmentierung schafft keine Redundanz der gespeicherten Daten, sondern der Strukturen. Wenn eine Relation geändert werden muss, dann muss nicht nur eine Tabelle geändert werden, sondern es müssen alle Tabellen geändert werden, über die die Daten aus der betreffenden Relation verteilt sind.
SNRSignal-to-Noise-Ratio – Faktor für die Empfangsqualität

Gute Werte (+20 bis -4) – schlechte Werte (-11 bis -20)
SpreadingfaktorLoRa Pakete können mittels sechs unterschiedlicher Spreading Faktoren (SF7 bis SF12) versendet werden. Das Erhöhen des Spreading Faktors erhöht die Reichweite auf die ein Paket empfangen werden kann deutlich allerdings auf Kosten der Datenrate und damit auch der Übertragungsgeschwindigkeit.
SubmeteringSubmetering umfasst die verbrauchsabhängige Erfassung und Abrechnung von Heiz- und Wasserkosten in Gebäuden sowie die Überlassung der dafür benötigten messtechnischen Ausstattung wie Heizkostenverteiler oder Wärme- und Wasserzähler. Jeder Mieter bekommt eine Abrechnung seiner individuell verbrauchten Energie, ganz gleich ob Heizwärme oder Warmwasser. Der Vermieter erhält die Gesamtrechnung des Wohngebäudes.
UAAUniversal Access Area – Dienst an welchen fast alle Verzeichnisdienste angebunden werden könne, bspw. LDAP oder Active Directory
UASUser Authentication Server – Modul des ZENNER Datahub zur Nutzer und Zugriffsverwaltung
Unique IdentifierEindeutige Identifikationsnummer eines NB-IoT-Geräts. Diese entspricht auch der Seriennummer, die normalerweise auf dem Gerät aufgedruckt ist.
UDPDas User Datagram Protocol, kurz UDP, ist ein minimales, verbindungsloses Netzwerkprotokoll, das zur Transportschicht der Internetprotokollfamilie gehört. UDP ermöglicht Anwendungen den Versand von Datagrammen in IP-basierten Rechnernetzen.
UplinkNachricht, die vom Gerät über ein Gateway an den Server gesendet wird
wMBusSiehe „OMS“ oben
wMSBWettbewerblicher Messstellenbetreiber
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